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Fledermäuse in Julianenhof
Im Land Brandenburg leben 18 verschiedene Fledermausarten. 14 kommen allein davon im Naturpark Märksiche Schweiz (NP) vor. 8 Arten konnten in Julianenhof nachgewiesen werden!
| Fledermausart | Nachgewiesene Quartiere im NP | Quartiertypen | In Julianenhof | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Wasserfledermaus | S / W / Wo | B | W |
| 2 | Fransenfledermaus | W | B | W |
| 3 | Mausohr | W | D | |
| 4 | Abendsegler | S / Wo | B | |
| 5 | Kleiner Abendsegler | S | B | |
| 6 | Breitflügelfledermaus | S / W / Wo | D | W |
| 7 | Zwergfledermaus | S / Wo | A | S |
| 8 | Rauhautfledermaus | S / Wo | B | |
| 9 | Braunes Langohr | S / W / Wo | B | W |
| 10 | Graues Langohr | W | D | W |
| 11 | Mopsfledermaus | W | B | W |
| 12 | Große Bartfledermaus | S / Wo | D | S / Wo |
| 13 | Zweifarbfledermaus | S / W | A | |
| 14 | Bechsteinfledermaus | W | B |
S: Sommerquartiere
Wo: Wochenstuben
W: Winterquartier
B: Baumhöhlen, auch Fledermauskästen
D: Dachboden
A: Außenfassade
SPEISEPLAN DER FLEDERMÄUSE IN JULIANENHOF
Alle einheimischen Fledermausarten ernähren sich von Insekten oder anderen Gliedertieren wie Spinnen, doch haben die einzelnen Arten unterschiedliche Lieblingsspeisen. Jede Art hat also nicht nur spezielle Ansprüche an die Lebensräume sondern auch an das Nahrungs- angebot. Diese Ansprüche müssen erfüllt werden, damit jede Art ihre ökologische Nische realisieren kann. Im folgenden werden die Speisepläne der bisher in Julianenhof acht nachgewiesenen Arten kurz vorgestellt.
Texte von Benjamin Nitsche (Dipl. Biologe), Fotos von Eckhard Grimmberger
Große Bartfledermaus (Myotis brandtii)
Die Große Bartfledermaus jagt hauptsächlich in nicht zu dichten Wäldern, an Waldrändern und über Waldgewässern. So verschwinden die auf dem Dachboden des Fledermausmuseums vorkommenden Großen Bartfledermäuse bei ihren nächtlichen Sommerausflügen auch sofort in das angrenzende Waldstück, welches "Hölle" genannt wird. Sie ist ein schneller und wendiger Flieger. Sie erbeutet ihre Nahrung im Flug und zum Teil auch direkt von der Pflanzenoberfläche ("foliage gleaning"). Ihr Speiseplan besteht aus Schmetterlingen, Zweiflüglern und Spinnen.
Wasserfledermaus (Myotis daubentonii)
Die Wasserfledermaus jagt mit durchschnittlich ungefähr 16-23 km/h dicht über der Wasseroberfläche; häufig in 10-30 cm Höhe, manchmal aber auch bis zu 2 m aufsteigend. Sie bevorzugen ruhige, glatte Wasseroberflächen ohne viel Entengrütze oder sonstigen Wasservegetation, weil sie so ihre Beute am Besten findet. Eine Wasserfledermaus kann pro Nacht bis zu ca. 200 km Wegstrecke zurücklegen und wh. bis über 3000 Mücken erbeuten. Ihr Speiseplan besteht hauptsächlich aus Zweiflügler (häufig Zuckmücken), Köcherfliegen, Netzflüglern, Schnabelkerfe und Schmetterlingen.
Fransenfledermaus (Myotis nattereri)
Die Fransenfledermaus jagt im Wald, über Gewässer aber auch über Landwirtschaftsflächen. Dabei ist sie darauf spezialisiert ihre Nahrung hauptsächlich von der Vegetation direkt aufzunehmen ("foliage gleaning"). Die Fransenfledermaus fliegt niedrig (ca. 1-4 m hoch), relativ langsam mit z.T. schwirrenden Flügelschlag und ist auf engen Raum sehr manövrierfähig. Ihr Speiseplan besteht aus vorwiegend Spinnen, Zweiflüglern, Schmetterlingen und Käfern.
Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus)
Die Breitflügelfledermaus jagt im langsamen Flug (in der Regel 15 km/h) und in großen, kreisenden Bahnen in einer Höhe von ca. 3-15 m Höhe an Wald- und Stadträndern, über Gärten oder Müllplätzen sowie um Straßenlaternen herum. Zum Teil fliegt sie auch dicht über den Boden. Ihr Speiseplan besteht aus Käfern (vor allem Dungkäfer, Mai- und Junikäfern aber auch Laufkäfern), Maulwurfsgrillen, Schmetterlingen und Zweiflüglern.
Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus)
Die Zwergfledermaus ist ein schneller und wendiger Flieger, die ihre Jagd in Höhen von ungefähr 2-6 m vollzieht. Dabei fliegt sie um die 16 km/h auf kreis- oder ellipsenförmigen Flugbahnen in Gärten, an Waldrändern, um Laternen sowie über Teichen. Die Zwergfledermaus fliegt früh nach Sonnenuntergang aus und man kann sie daher bei ihrer Jagdstreifzügen mit ihren häufigen Sturzflügen schön beobachten. So fliegen auch regelmäßig Zwergfledermäuse auf dem Hofgelände des Museums. Das Jagdgebiet der Zwergfledermäuse liegt in der Regel nur 1-2 km vom Sommerquartier entfernt. Ihr Speiseplan besteht aus ausschließlich Fluginsekten, und von denen hauptsächlich Mücken aber auch aus kleinen Käfern, Köcherfliegen und Schmetterlingen.
Braunes Langohr (Plecotus auritus)
Das Braune Langohr fliegt in einer gauckelnden Art langsam und in niedriger Höhe. Außerdem kann sie rütteln also mehr oder weniger in der Luft auf der Stelle verweilen und ist auf engstem Raum sehr geschickt. Das Braune Langohr fängt ihre Beute sowohl im freien Luftraum, als auch durch direktes Aufnehmen von der Vegetationsoberfläche ("foliage gleaning"). Neben der Echoortung kann das Braune Langohr dank ihrer großen Ohren Geräusche ihrer Beutetiere wahrnehmen und so diese besser aufspüren. Die Beute wird oft auch an Fraßplätzen verspeist, wo man dann z.B. Flügelreste vorfindet. Ihr Speiseplan besteht aus hauptsächlich Schmetterlingen, Zweiflüglern, Ohrwürmern und Spinnen.
Graue Langohr (Plecotus austriacus)
Das Graue Langohr ähnelt dem Braunem Langohr nicht nur äußerlich sehr stark, sondern fliegt und erbeutet ihre Nahrung in der gleichen Art und Weise. Selbst ihr Speiseplan ist dem des Braunen Langohrs sehr ähnlich doch scheint das Graue Langohr etwas spezialisierter zu sein. Ihr Speiseplan besteht aus hauptsächlich Schmetterlingen und von denen besonders mittelgroße bis große Eulen, Zweiflüglern und Käfern wie z.B. Maikäfer.
Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus)
Die Mopsfledermaus ist eine besonders bedrohte Art und gilt in Deutschland als vom Aussterben bedroht. Im Eiskeller sowie einmalig auf dem Dachboden des Fledermausmuseums konnten im Winter Mopsfledermäuse nachgewiesen werden. Sie ist ein schneller und gewandter Flieger, die dicht über Baumkronen an Waldrändern oder in Gärten nach Fluginsekten jagt. Dabei ist sie betreffend ihrer Nahrung ein echter Spezialist, denn ihr Speiseplan besteht aus bis zu ca. 99% Kleinschmetterlinge und von denen vorwiegend Zünsler sowie Bärenspinner, die alle mit einem Hörorgan (Tympanalorgan) ausgestattet sind. Diese Schmetterlinge sind dadurch in der Lage die Ultraschallaute der Fledermäuse zu hören und entsprechend ihren Jägern in der Regel zu entkommen, doch keiner bzw. kaum einer entkommt der Mopsfledermaus!
Wenn Sie mehr Informationen zu den Beutetieren haben wollen, dann können Sie sich folgende Datei herunterladen:
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- Alles rund um den NABU Deutschland!
- Hier erfahren Sie mehr über die NABU Regionalverbände im Land Brandenburg.
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Der NABU hat 2007 das größte Naturschutzprojekt in Rheinland-Pfalz gestartet. Durch den Erhalt der Stollen des Mayener Grubenfeldes in der Eifel soll das bedeutendste Quartier für Fledermäuse in Deutschland gesichert werden....Mehr
Naturpark Märkische Schweiz
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NABU Regional
Termine
01.05.2010; 13 Uhr
Saisoneröffnung:
Naturpark Fledermausfest
16.05.2010; 14 Uhr
"Internationaler Museumstag" Museumsführung
29.05.2010; 20.30 Uhr
"Fledermäuse auf Beutefang"
Bat-Detektorabend für Kinder mit Benjamin Nitsche
19.06.2010; 21.00 Uhr
"Fledermäuse auf Beutefang"
Bat-Detektorabend für Kinder mit Benjamin Nitsche
04.07.2010; 21.00 Uhr
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12.09.2010; 14 Uhr
"Tag des offenen Denkmals" Museumsführung
28.10.2010; 19 Uhr
Vortrag im Schweizer Haus:
"Bartfledermäuse und Co"










